Die NASA hat Morpheus Lander erfolgreich in felsiger Dunkelheit getestet

    Ziel des Morpheus-Projekts ist es, ein automatisches Modul für die weiche Landung auf der Oberfläche anderer Planeten unter schwierigen Bedingungen zu schaffen. Das Schlüssel-Subsystem des Moduls, die Autonomous Landing Hazard Avoidance Technology (ALHAT), findet mithilfe von drei Lidars einen sicheren Landeplatz, an dem keine großen Felsbrocken und Löcher vorhanden sind, und landet das Gerät vorsichtig auf dem ausgewählten Standort. Speziell zum Testen von Morpheus wurde eine Plattform mit Kratern und Pflastersteinen unterschiedlicher Größe geschaffen.



    Der 28. Mai war der erste Nachtflug des Geräts. Insgesamt ist dies bereits der vierzehnte Flugtest von Morpheus. Das Modul stieg auf eine Höhe von 244 Metern und wählte mit dem ALHAT-System in einem völlig autonomen Modus einen Landeplatz und landete. Der Flug dauerte 98 Sekunden. Frühere Morpheus- Versuche fanden tagsüber statt. Hier ist ein weiteres Video des Fluges, aufgenommen aus einem anderen Blickwinkel:



    Die NASA geht davon aus, dass die mit Hilfe von Morpheus entwickelte Technologie in Zukunft nicht nur automatisierte Forschungsmodule an Planeten, Monde und Asteroiden des Sonnensystems senden, sondern auch bemannte Flüge durchführen kann. Die Motoren des Moduls werden mit flüssigem Sauerstoff und Methan betrieben. Theoretisch können diese beiden Komponenten auf einer langen Expedition mit Menschen an Bord ein Nebenprodukt von Lebenserhaltungs- und Abfallmanagementsystemen sein. Darüber hinaus sind Sauerstoff und Methan ein billiger und umweltfreundlicher Kraftstoff, wodurch Flugtests am Boden viel billiger und sicherer werden.


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