Der Umsatz von Groupon lag 2010 doppelt so niedrig wie angegeben



    Seit geraumer Zeit kursieren Gerüchte, dass das Discountunternehmen Groupon demnächst an die Börse gehen wird. Viele Experten, die die Aktivitäten des Unternehmens überwachen, glauben, dass dies eine weitere „Blase“ ist, die nur aufgrund des Wunsches der Anleger wächst, in ein Unternehmen zu investieren, das ein konstantes Wachstum aufweist. Das Management von Groupon versuchte, diesen Verdacht zu widerlegen und bedeutende Gewinne zu erzielen. Laut einem der Berichte belief sich der Umsatz von Groupon im Jahr 2010 auf 713,4 Millionen Dollar. Es stellte sich jedoch heraus, dass die tatsächlichen Einnahmen die Hälfte des ausgewiesenen Betrags betragen.

    Darüber hinaus stehen Experten dem Weggang des zweiten COO in diesem Jahr misstrauisch gegenüber. Zuvor gab Groupon auch den Wunsch bekannt, einen Börsengang mit einem Kapital von rund 20 Milliarden US-Dollar zu tätigen. Kurz vor der geplanten Notierung wurde ein Finanzbericht gezeigt, der die US-Aufsichtsbehörden nicht zufriedenstellte. Experten waren der Meinung, dass dieser Bericht nicht dem tatsächlichen Stand der Dinge entspricht. Schätzungen zufolge beliefen sich die Gesamtverluste von Groupon im Juni dieses Jahres auf rund 400 Mio. USD.

    In einem vorläufigen Bericht wies Groupon ebenfalls eine überschätzte Gewinnrate aus. Wenn es dem Unternehmen also gelang, den Coupon an den Käufer zu verkaufen, wurde der gesamte vom Benutzer erhaltene Betrag als Groupon-Umsatz gezählt. Sie sollten aber auch berücksichtigen, dass von diesem Betrag Abzüge an den Partner vorgenommen werden. In einem neuen Bericht, in dem die Partnerbeiträge bereits berücksichtigt wurden, war der Gesamtumsatz des Unternehmens im Jahr 2010 leicht unterschiedlich - 312,9 Mio. USD. Dies ist zweieinhalb Mal weniger als zuvor angegeben.

    Infolgedessen wird der Termin für die Veröffentlichung des Börsengangs des Unternehmens ständig verschoben, und es wird unklar, was als nächstes passieren wird. Grundsätzlich kann es durchaus vorkommen, dass die Zulassung zur Börse gänzlich storniert wird, obwohl die Wahrscheinlichkeit dieses Ereignisses (Stornierung) bislang nicht so groß ist. Die Kapitalausstattung des Unternehmens beläuft sich aber sicherlich nicht auf 20 Milliarden, das kann man schon mit Zuversicht sagen.

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