In der Schweiz ließ ein Roboter eine Person im Tischfußball schlagen



    Spezialisten der Eidgenössischen Polytechnischen Schule Lausanne haben einen Roboter entwickelt, der mit einer Person Tischfußball spielen kann. Bei den meisten Fußballschlachten im Miniaturformat besiegt ein Roboter eine Person. Dies ist kein Kniesystem, sondern ein Projekt, an dem die Autoren bereits seit mehreren Jahren arbeiten. Dank der Einführung neuartiger Elektromotoren und Hochgeschwindigkeitskameras konnte dies abgeschlossen werden.

    Die Kamera befindet sich unter dem Fußballfeld, das vollständig transparent ist. Sie fotografiert das Feld von unten mit einer Frequenz von 300 Schüssen pro Sekunde und zeichnet dabei die geringsten Veränderungen in der Position des Balls auf. Die gesammelten Informationen werden dann an eine Rechnereinheit gesendet, wo alle Daten in Echtzeit verarbeitet werden. Nach der Analyse jeder Situation gibt der Computer den Fußballspielern Befehle und sie beginnen zu handeln. Die Genauigkeit der Positionierung von Fußballspielern mit Servos beträgt weniger als einen Millimeter.



    Jede Figur kann den Ball mit einer Beschleunigung von bis zu 9 g treffen. Zur Steuerung der Figuren werden Linearmotoren mit hohen dynamischen Eigenschaften verwendet. Sie können den Plastikspieler auf dem Spielfeld in die gewünschte Position bringen, wonach ein Elektromotor eines anderen Typs bereits einen Treffer auf den Ball liefert. Ein Roboter bewegt sich schneller als eine Person.

    Jetzt kann das System die Position des Balls schnell ermitteln , stoppen und direkt auf das Ziel senden. „Das ist eine ziemlich grundlegende Strategie, aber sie funktioniert überraschend gut“, sagt Christophe Salzmann, der Wissenschaftler, der die Umsetzung des Projekts überwacht.


    Bild: Alain Herzog / EPFL

    Bisher sind die Erfinder nicht allzu zufrieden mit dem, was passiert ist. Sie sagen Folgendes über das Projekt: „Auf dieser Ebene ist unser System wie ein Bodybuilder mit einem winzigen Gehirn.“ "Wir wollen unser System nicht nur stark und schnell, sondern auch intelligent machen, damit der Roboter den Gegner täuschen, einen Teil der Situationen auf dem Spielfeld vorhersagen und verstehen kann, wohin der Ball im nächsten Moment gehen könnte und welche Bedeutung das Handeln jedes Gegners hat."



    In naher Zukunft werden Entwickler ihr System um Laser erweitern, mit denen die Figuren und der Ball auf dem Spielfeld genauer gesteuert werden können. Darüber hinaus wird die Software weiterentwickelt. Die Entwickler planen, ein System zu erstellen, das gleichzeitig zwei Teams auf dem Spielfeld steuern kann, sodass beide Teams unter der vollständigen Kontrolle des Roboters arbeiten.

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