US-Studenten: Google hat unsere Daten ohne Erlaubnis gelesen



    890 Studenten aus den USA reichten gegen Google zwei Sammelklagen gegen das Unternehmen ein, die ihre persönlichen Daten ohne Erlaubnis der Eigentümer scannen. Ich möchte Sie daran erinnern, dass das Unternehmen im Jahr 2014 die Regeln für die Nutzung seiner Dienste aktualisiert hat und das Recht zum Scannen von Benutzerbriefen um eine Bestimmung erweitert hat. Dieser Scan gilt für alle Benutzerinhalte (einschließlich der auf Google Drive hochgeladenen Dateien).

    In den nächsten Jahren haben Google Mail-Nutzer wiederholt Klagen eingereicht, in denen sie Verstöße des Unternehmens gegen die Gesetze des Bundesstaates und der Bundesstaaten zum Abhörschutz und zum Schutz der Privatsphäre geltend machen. Das Gericht lehnte es mehrmals ab, die Ansprüche in einer Sammelklage zu kombinieren, mit der Begründung, die Ablehnung durch die Nutzer sei erheblich. Nun gelang es Studenten aus 21 US-Bundesstaaten, Forderungen zu vereinen.

    Alles begann im Januar dieses Jahres, als vier Studenten von UC Berkeley eine Klage gegen Google eingereicht hatten. Bis zum 29. April schlossen sich 180 weitere Studenten von anderen Universitäten dieser Initiative an. Und dann wurden die Kläger noch mehr, nicht nur Studenten, sondern auch Hochschulabsolventen begannen, Ansprüche geltend zu machen. Der Anspruch ist in diesem Fall derselbe. Die Google-Firma scannt die Konten der Schüler ohne ihre Erlaubnis für die meisten ihrer Dienste, einschließlich Apps für Bildungseinrichtungen.

    Nun warten die Kläger auf eine Antwort von Google. Höchstwahrscheinlich wird das Unternehmen versuchen, die Sammelklage in Hunderte von Einzelklagen aufzulösen. In letzterem Fall wird es für Anwälte des Unternehmens einfacher, die Kläger vor Gericht zu stellen. Insbesondere wird es für die Kläger schwierig sein, für jeden der Hunderte von Fällen mit demselben Anspruch einen Anwalt zu finden. Richterin Lucy Koh, die Richterin des Bezirksgerichts, die den Fall in Betracht zieht, unterstützt auch die Aufteilung der Klagen.

    Studenten an US-amerikanischen Universitäten verlangen für jedes Unternehmen eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 US-Dollar.

    Im April 2014 gab Google bekannt, dass das Scannen von Apps-Konten für Bildungsbenutzerkonten eingestellt wurde. Nach Angaben der Kläger hat das Unternehmen bis dahin Informationen privater Natur frei analysiert, beginnend ab November 2010 ohne vorherige Ankündigung. Laut Anwalt Chris Hofnegl (Chris Hoofnagle) schreibt das Bundesgesetz vor, dass alle Benutzer benachrichtigt werden müssen, wenn ihre persönlichen Daten (E-Mail) gescannt werden sollen. Und der Benutzer muss den Handlungen selbst ausdrücklich zustimmen.

    In ihrer Klage beschuldigen Studenten Google, seine E-Mails absichtlich in Google Mail zu scannen, um ihren Werbedienst zu optimieren, und auch, dass das Unternehmen sie irregeführt habe, indem sie behauptete, der E-Mail-Dienst von Google sei privat.

    Jetzt auch beliebt: