Blitz-Reise in die wunderbare Welt von Pixar: Ein Interview mit dem Präsidenten des Studios



    Der Präsident des Pixar-Studios, Jim Morris, sprach in einem Interview mit RBC über die Pixar-Philosophie, die Besonderheiten der Workflow-Organisation des Studios, die Zusammenarbeit mit anderen führenden Marken und darüber, wie Ideen für jede neue Arbeit ausgewählt werden.

    Jim Morris (Jim Morris) begann vor zehn Jahren im Studio Pixar zu arbeiten. Er war der Regisseur des Animationsfilms "Ratatouille", der 2007 für 5 Oscar-Nominierungen nominiert wurde, und der Produzent des Cartoons "WALL-I", der der erste Film des Studios war, an dem die Schauspieler beteiligt waren. Seit 2014 ist Jim Präsident von Pixar.

    Laut Jim Morris versuchen die Macher von Pixar-Cartoons nicht vorherzusagen, was das Publikum sehen will, weil die Leute selbst in der Regel nicht wissen, was sie wollen und was sie mögen können, bis sie es sehen. Daher sind alle Bilder genau auf der Grundlage von brillanten Originalideen aufgebaut, die für die Schöpfer der Cartoons von Interesse sind, und leidenschaftlich leidenschaftlich für diese Ideen. Deshalb sind die Filme gut. Pixar ist derzeit eines der erfolgreichsten Animationsstudios der Welt. Ihre letzte Arbeit ist das Bild "Puzzle", das mit einem Budget von 175 Millionen US-Dollar mehr als 851 Millionen US-Dollar einbrachte.

    In diesem Jahr wird neben "Puzzle" ein weiteres Cartoon-Studio namens "Good Dinosaur" zu sehen sein. Dies ist das erste Mal in der Unternehmensgeschichte, dass zwei Animationsfilme im selben Jahr veröffentlicht werden. Jim Morris sagt jedoch, dass Pixar beabsichtigt, dies in Zukunft zu einer Tradition zu machen.

    Herr Morris sprach auch darüber, wie das Studio die Arbeit an jedem Cartoon von der Idee bis zur Veröffentlichung des Bildes angepasst hat - normalerweise dauert dieser Prozess ungefähr fünf Jahre. In der Regel werden mindestens drei Ideen für einen neuen Cartoon berücksichtigt. Und hier ist es am wichtigsten, die richtige Idee zu wählen, denn ein Fehler kann zu großen Verlusten führen (Morris nannte diesen Fall den teuersten Teil der Produktion). Im ersten Jahr arbeitet ein dreiköpfiges Team - der Regisseur, Drehbuchautor und "Verantwortliche für die Geschichte" - an einem Drehbuchantrag. Danach beginnt eine genauere Prüfung des Drehbuchs. Ein weiteres Jahr widmet sich der Erstellung einer illustrierten Version des zukünftigen Bildes - ein Team von 8-10 Storyboard-Künstlern arbeitet daran. Dann wird eine Entwurfsversion der Sprachausgabe der Figuren und der Musik für den Cartoon aufgezeichnet. Es gibt also einen Entwurf des zukünftigen Bildes, der vor eine Gruppe von Direktoren und Top-Managern gestellt wird, die stolz auf Pixars „Brain Trust“ (Braintrust) getauft wurden. Diese wiederum erkennen Mängel und geben Ratschläge, aber der Autor des Films ist nicht verpflichtet, all seinen Wünschen nachzukommen - er bleibt die freie Wahl.

    Bei der Bearbeitung eines Bildes entstehen von Jahr zu Jahr etwa acht Entwürfe - jeder besser als der vorherige. Irgendwann im vierten Jahr der Arbeit beginnt die Produktion des Films direkt - ein Team, das sich nicht nur mit der Gestaltung der Kulisse beschäftigt, sondern auch mit den Charakteren selbst. Und dann kommt die Postproduktion. Nach der Veröffentlichung des Films führt das Studio auch seine Analyse und eine Art Fehlerarbeit durch und versucht, schlechte Momente und jene Elemente zu identifizieren, die das Publikum mochte, um dieses Wissen in Zukunft zu nutzen.

    Darüber hinaus teilte Jim Morris eine interessante Praxis des Austauschs von Erfahrungen und Tipps zwischen Studios im Besitz von Disney - und für einen Moment Giganten wie MARVEL und Lucasfilm. Ihm zufolge ist die Zusammenarbeit von Marken für das Endprodukt von Vorteil, da in allen Studios Profis sind, die das Bild von außen bewerten und frische Lösungen anbieten können.

    Pixar wird im Sommer 2016 eine Fortsetzung des Zeichentricks "Finding Nemo" veröffentlichen, der vor 10 Jahren veröffentlicht wurde - das Bild hieß "Finding Dory". Laut Morris arbeitet das Studio an der Schaffung einer weiteren „Toy Story“ und eines weiteren „Cars“. Außerdem arbeitet Pixar an dem Film "Coco", der das aktuelle Thema des mexikanischen Tages der Toten enthüllt.

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