Google verkauft separat Lizenzen für das Google Apps-Paket und sucht mit einem Browser



    Google hat das allgemeine Google Apps-Paket in zwei separate Pakete für Smartphone-Hersteller aufgeteilt, um die Google-Suche mit dem Chrome-Browser hervorzuheben. Jetzt werden zwei Pakete separat verkauft.

    Wir erinnern daran, dass die Europäische Kommission am 18. Juli 2018 eine mehrjährige Untersuchung gegen Google abgeschlossen und eine Rekordstrafe von 5 Milliarden US-Dollar (4,3 Milliarden Euro) gefordert hat.

    Die Europäische Union hat Google drei Verstöße vorgeworfen.

    1. Google untergräbt die Konkurrenz auf dem Markt für Android-Geräte, indem es seine Suchmaschine und Anwendungen in das Betriebssystem einführt.
    2. Hersteller dürfen keine alternativen Android-Versionen verwenden, wodurch der Zugriff auf ihre Dienste blockiert wird.
    3. Das Unternehmen bezahlte große Hersteller und Mobilfunknetze, um die Google-Suche in ihren Produkten standardmäßig einzuschalten.

    Alphabet-Unternehmen hatten 90 Tage Zeit, "die Entscheidung anzufechten oder die Situation zu korrigieren". Jetzt sind 90 Tage vergangen - und das amerikanische Unternehmen hat seine Version zur Korrektur der Situation angekündigt .

    Am 16. Oktober 2018, genau 90 Tage nach dem EU-Kartellrecht, kündigte Google an, Hersteller von Smartphones für die Installation von Google Mail, Google Maps und anderen beliebten Android-Anwendungen in der Europäischen Union zu belasten.

    Vor drei Monaten gaben europäische Regulierungsbehörden bekannt, dass Google die Telefonhersteller dazu zwingt, ihre kostenlosen Anwendungen zusammen mit dem Android-Betriebssystem herunterzuladen und damit die Konkurrenz zu verletzen. Die Europäische Kommission hat entschieden, dass die Hersteller mehr Wahlfreiheit bei den Anwendungen haben müssen, die sie auf Handys vorinstallieren möchten.

    Google hat angekündigt, ab sofort eine separate Lizenz für eine Reihe von Anwendungen zu verkaufen, darunter Google Play, Google Mail, YouTube und Maps. Eine weitere Lizenz ist für Unternehmen verfügbar, die die Google-Suche und den Chrome-Browser vorinstallieren möchten. So erhalten Telefonhersteller mehr Freiheit bei der Nutzung konkurrierender Dienste, die die Europäische Kommission wünschte.

    Beispielsweise können Sie das Google Apps-Paket jetzt mit einem Browser eines Drittanbieters verwenden. Oder umgekehrt - Google-Suche und Chrome-Browser, jedoch ohne ein Paket von Markenanwendungen.

    Das Unternehmen gab nicht an, wie viel es für die Lizenz berechnen würde.

    Die Europäische Kommission hat Google die Möglichkeit gegeben, die Entscheidung selbst umzusetzen, und nun hat das Unternehmen diese Option angeboten.

    Analysten müssen sich noch überlegen, wie sie die Auswirkungen von getroffenen Entscheidungen vorhersagen können. Wir können jedoch bereits davon ausgehen, dass es in Europa eine größere Auswahl an Smartphones für Benutzer mit unterschiedlichen Versionen vorinstallierter Anwendungen geben wird. Es wird keine solche Einheitlichkeit mehr geben, bei der es auf jedem Android-Gerät eine Google-Suche, einen Google Play Store usw. gab. Benutzer werden wahrscheinlich von einer solchen Entscheidung profitieren. Zumindest werden die Leute feststellen, dass es neben Google Play noch andere Anwendungsverzeichnisse gibt. Möglicherweise werden einige Smartphones mit vorinstalliertem Firefox oder Opera verkauft.

    Android ist das beliebteste mobile Betriebssystem der Welt, das auf mehr als 80% der Smartphones installiert ist. Google sagt, es funktioniert auf mehr als 24.000 verschiedenen Arten von Geräten. Die Verwendung von Android ermöglichte es Unternehmen wie Samsung, mit dem iPhone von Apple zu konkurrieren, ohne eigene Software erstellen zu müssen.

    Durch die kostenlose Bereitstellung von Android für Gerätehersteller zur Verwendung und Änderung bewirbt Google gleichzeitig seine Google Apps-Anwendungssuite. Es wurde gemunkelt, dass jeder Hersteller zuvor einen Vertrag mit Google geschlossen hatte, wonach Google Lizenzgebühren für die Nutzung von Google Apps entrichtete. Offiziell war es kostenlos. Das Problem war jedenfalls, dass Google die Hersteller dazu verpflichtet hat, die gesamte Google Apps-Suite ohne Ausnahmen zu installieren, dh notwendigerweise mit dem Google Play-Katalog, anderen Programmen sowie der Suchmaschine und dem Browser. Jetzt ist das ganze Set in zwei Pakete aufgeteilt.

    Preise für Pakete werden nicht bekannt gegeben, es ist jedoch davon auszugehen, dass Google die finanziellen Rahmenbedingungen sorgfältig durchdacht hat und nicht zurückbleibt. Sie können Lizenzen bei Google Play verkaufen und die Google-Suche kostenlos installieren oder Produzenten extra bezahlen, da die Suche die wichtigsten Unternehmensgewinne generiert. Infolgedessen könnten die Einnahmen von Google nach der Entscheidung der Europäischen Kommission sogar steigen.

    Google wird gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission Berufung einlegen. Die Testversion wird sich über Jahre hinziehen, und wenn Google gewinnt, kann es auf das vorherige Einzelpaket zurückgreifen.

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