Kaspersky kündigte die Entwicklung eines Prototypsystems für das Abhören von Anrufen in Mobilfunknetzen an

Published on May 11, 2016

Kaspersky kündigte die Entwicklung eines Prototypsystems für das Abhören von Anrufen in Mobilfunknetzen an

    Laut Informationen, die Kommersant (die Zeitung Kommersant) aus mehreren Quellen gleichzeitig in Beratungs- und Informationssicherheitsunternehmen sowie von einem Mitarbeiter eines der Mobilfunkbetreiber des Bundes erhalten hat, hat InfoWatch die Entwicklung eines kommerziellen Prototyps des Telefonüberwachungssystems in Mobilfunknetzen abgeschlossen. Diese Informationen wurden von Kommersant und Natalia Kasperskaya, dem Chef von InfoWatch, und von Alexey Rajewski, dem Generaldirektor von Zecurion, bestätigt.



    Demnach handelt es sich bei dem Gerät um eine bestimmte Art von Femtozellen, die den gesamten nächsten Verkehr an den Bediener unverändert weiterleiten, ihn abfangen müssen und die Sprachströme im Text erkennen, um sie nach vordefinierten Schlüsselwörtern zu analysieren.

    Diese Information sollte auch hinzugefügt werden, dass das Terminal selbst laut Kaspersky nicht direkt von Infowatch produziert wird, sondern von einem externen Anbieter, den sie nicht nennen möchte:

    Es ist geplant, dass die im Unternehmen installierte Hardwarevorrichtung in das Kernnetz des Mobilfunkbetreibers integriert wird, so dass sie zu einer vertrauenswürdigen Basisstation des Mobilfunkbetreibers wird. Dann wird diese Basisstation den Sprachverkehr von Mobiltelefonen abfangen, die sich in ihrem Abdeckungsbereich befinden. [...] Kunden wird empfohlen, das Gerät ausschließlich mit SIM-Karten von Unternehmen im Selective Control-Modus zu betreiben. In diesem Fall werden Anrufe von anderen SIM-Karten, die sich im Besitz von Mitarbeitern oder Kunden und Partnern befinden, die im Büro des Unternehmens eintreffen, vom Gerät abgelehnt und an Standard-Basisstationen von Mobilfunkbetreibern umgeleitet.

    - Natalya Kasperskaya

    In naher Zukunft plant Infowatch, "die Schlussfolgerung der zuständigen Behörden zu erlangen, dass diese Entscheidung kein besonderes Mittel ist, um einen geheimen Zugang zu erhalten" (um keine Lizenz vom FSB zu erhalten) sowie Zertifikate von Roskomnadzor zu erhalten. Der letzte Schritt sind direkte Vereinbarungen mit den Betreibern, damit sie den Betrieb des Komplexes nicht blockieren. Laut einer Quelle von Kommersant vor einem halben Jahr wurde der Prototyp bereits vor einem halben Jahr einem interessierten Kreis gezeigt. Gleichzeitig wurde behauptet, dass das Gerät in der Lage ist, in jedem Voice-Mobilfunknetz ohne das Wissen des Betreibers direkt zu arbeiten.

    Konkrete Schlussfolgerungen gibt es wie immer nicht. Angesichts der jüngsten Ereignisse mit dem MTS und der Entführung von Telegrammkonten mit bestimmten Personen ist dies jedoch äußerst kontrovers.

    http://www.rbc.ru/technology_and_media/11/05/2016/5732772d9a7947015bb8e650
    http://kommersant.ru/doc/2983088